29.10.17 - 17. Röntgenlauf

Geschrieben von: Martin Engel

Altersklassenerfolg trotz "Stehversuchen"

Unmittelbar nach zwei trainingslosen Wochen durch eine leichte Oberschenkelzerrung, die nahtlos von einer Erkältung abgelöst wurde, trat Martin Engel beim diesjährigen Röntgenlauf in Remscheid-Lennep zum Halbmarathon an. Zum Start um 8.30 Uhr kam tatsächlich die Sonne zum Vorschein, was aber den herbstlichen Crosslaufbedingungen keinen Abbruch tat, es war enorm windig, die Waldpassagen waren ordentlich aufgeweicht und glibberig (Martins Fehler Nummer 1: "Straßenschläppchen" ohne nennenswertes Profil, es ging aber alles gut).

Wegen der ersten Teilnahme überhaupt hatte Martin keine Streckenkenntnis (Fehler Nummer 2: Zuwenig mit Höhenprofil beschäftigt, s.u.) und lief einigermaßen gemütlich in Richtung einer Endzeit von 1:30 h los, um einfach mal zu sehen, wie lange die Kraft reicht.

Nachdem es 15 km lang in einer 3er-5er-Gruppe überraschend gut gelaufen war, zog jemand bei Martin den Stecker, der den Kopf ("ich will es jetzt wissen") mit den Beinen ("wir wollen nicht mehr") verbindet, der Akku war urplötzlich leer. Sehr doof natürlich, dass der eigentliche Anstiegs-Hammer - unwissenderweise zu diesem Zeitpunkt - noch vor ihm lag, was eine ordentliche Quälerei bei subjektiv empfundenen Stillstand am Berg bedeutete, nachdem die zuvor recht homogene Gruppe auf Nimmerwiedersehen verschwunden war.

Auf den letzten, abschüssigen 3 km gesellten sich noch latente Wadenkrämpfe dazu, so dass die eigentlich etwas erholten Beine wieder eingebremst wurden. Um so erstaunlicher war dann die Plazierung mit dem Sieg in der M45 (12. Männer gesamt) mit 1:31:57, gerade so mit 3 Sekunden vor dem Zweitplazierten ins Ziel gerettet.

Fazit der Premiere: Gerne wieder (mit besserer Vorbereitung) ... in der M50.

Weitere Infos: Veranstalterhomepage

 

21.10.17 - 14. Falke Rothaarsteig Marathon

Geschrieben von: Stefan Losch

3 Altersklassensiege für den TUSEM!

rothaarsteig2017_1Inspiriert von den positiven Schilderungen von Claudia Mordas aus dem Vorjahr machten sich am Samstagmorgen Claudia mit Holger Peek sowie Stefan Losch und Matthias Büchel (samt Familie) auf den Weg ins Sauerland nach Schmallenberg, um am 14. Rothaarsteig Marathon bzw. Halbmarathon teilzunehmen. Jörg Gubesch derweil war schon seit Mittwoch vor Ort und hatte für sich die Lage schon sondiert.

Im Vorjahr hatte Claudia bei Traumwetter beim Halbmarathon (der hier 22,1 km lang ist, was neben den zahlreichen Höhenmetern die Finisherzeiten erklärt) den 3. Platz in der Frauenkonkurrenz gewonnen, und war voll der Lobes der Organisation. Und das zu Recht, wie auch die anderen feststellen konnten. Nur das Wetter wollte nicht mitspielen, kurz vor dem Start setzte Regen ein und der Lauf sollte phasenweise eher einem richtigen Crosslauf als einer Langdistanz gleichen (auch dem Regen des Vortages geschuldet) - von Fernblick ganz zu schweigen.

Mehr als 600 Halbmarathonis wollten es an diesem Tage wissen. Nach dem Startschuss um 12 Uhr an der Schützenhalle ging es nach einer kleinen Schleife durch den Ort erst einmal ca. 5km bergauf. Hier war es extrem wichtig, mit den Kräften zu haushalten, aber die Wege waren noch gut zu belaufen. Danach konnte man es ab und zu auch mal rollen lassen, aber es sollten noch einige kürzere Anstiege folgen, bevor bei ca. Kilometer 13 der höchste Punkt der Strecke erreicht wurde (421 HM insgesamt). Gerade zwischen km 9 und 13 war das Laufen herausfordernd, denn hier waren die Wege stellenweise sehr schlammig, verbunden mit dauernden Spurwechseln, auch weil jetzt regelmäßig Marathonis überholt werden musste. Danach ging es auf 3 Kilometern z.T. stark bergab, wobei gerade der Kilometer 14 bis 15 die eigentlich Herausforderung darstellte, aber an diesem Tag durch die Streckenpräparation sehr gut zu belaufen war. Die letzten 6 Kilometer verliefen dann vergleichsweise eben durchs Tal bis zum Ziel.

Nach seinen Halbmarathonerfolgen der letzten Monate war Matthias sicherlich ein Kandidat auf das Siegerpodest. Er ging aber alles andere als topfit ins Rennen und erzielte am Ende einen guten 5. Platz im Gesamteinlauf (1.M35). Es fehlte besonders auf der zweiten Hälfte der nötige Druck, um noch um Platz 3 mitreden zu können. Nach 1:28:53 Stunden stoppte für ihn die Uhr im Ziel. Stefan, der sich überhaupt nicht auf den Lauf vorbereitet, aber mit dem Halbmarathon in Hagen schon einen ähnlich profilierten Lauf dieses Jahr absolviert hatte, kam nach 1:35:12 auf Platz 8 als 1.M45 ins Ziel. Interessanterweise war das auch seine Prognose gewesen - wobei schneller auch schön gewesen wäre. Nach vorsichtigem Beginn (5km in 24:00) kam er gut ins Rennen, wurde auf der Bergabpassage zwar noch von 3 Läufern "überrannt", konnte diese aber auf den letzten 5 Kilometern wieder ein- und überholen. Claudia erwischte diesmal keinen optimalen Tag und kam nach 1:52:55 als 8. Frau ins Ziel, gewann aber klar ihre Altersklasse W50.

Holger Peek und Jörg Gubesch gaben sich an diesem Tag die lange Kante - ca. 42 km mit 838 akkumulierten Höhenmetern und Start um 11 Uhr. Holger konnte sich dabei trotz der schlechteren Bedingungen im Vergleich zum Vorjahr um über 15 Minuten steigern und finishte auf Platz 121 (25.M40) nach 4:03:53 Stunden. Nach exakt 4:22 Stunden war auch Jörg im Ziel (Platz 165, 31. M50) und hatte dabei sichtlich Spaß, waren es doch "seine Bedingungen" und der Lauf klappte besser als erwartet. Immerhin 280 Finisher gab es dem Wetter zum Trotz auf der Köningsdistanz, etwas mehr als 2016.

Beim Warten auf die Siegerehrung in der Schützenhalle stärkten sich unsere Athleten dann beim extrem üppigen und preiswerten Kuchenbuffet. Man hatte den Eindruck, dass jeder Einwohner mindestens einen Kuchen für die Veranstaltung gebacken hatte. Die Siegerehrung selbst war zügig und durch die Moderation eines füheren Esseners kam auch der TUSEM nicht zu kurz!

Weitere Infos: Veranstalterhomepage | Bericht & Fotos auf Runner's World

 

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