TUSEM Essen - Leichtathletik
22.02.26 - 24. Rhein-Herne-Kanal Marathon
Geschrieben von: Michael Scheele / Stefan Losch
Der 24. RHK-Marathon wird in Erinnerung bleiben – nicht nur wegen starker Zeiten, sondern besonders wegen der Wetterkapriolen im Vorfeld und am Veranstaltungstag.
Noch drei Tage vor dem Start lag die Strecke unter einer rund zehn Zentimeter dicken Schneedecke. Dann setzte Tauwetter ein, verwandelte den Rundkurs in eine Landschaft aus Pfützen und ließ die kühnsten Prognosen ins Kraut schießen. Zwischen Wintereinbruch und Frühlingsanfang schien alles möglich.
Unbeeindruckt der Vorhersagen machten sich 118 Läuferinnen, Läufer und Walker auf den Weg nach Essen-Dellwig, um sich auf dem 7,1 Kilometer langen Rundkurs entlang des Rhein-Herne-Kanals zwischen Essen und Oberhausen der Herausforderung zu stellen. Der Lauf ist längst international: Auch in diesem Jahr reisten wieder Sportlerinnen und Sportler aus Frankreich und Polen an, um dabei zu sein.
Premiere feierte diesmal eine neue Ultramarathon-Distanz. Neben den 50 Kilometern standen erstmals auch 71 Kilometer auf dem Programm – eine echte Bewährungsprobe, die zehn Herren und zwei Damen erfolgreich meisterten.
Für die Ultras begann der Tag bereits um 4:00 Uhr in aller Frühe. Und tatsächlich: Es war trocken. Milde zwölf Grad im Februar – kaum zu glauben. Nur eine Frage schwebte über allem: Wann würde der Himmel seine Schleusen öffnen?
Er hielt dicht – zumindest bis gegen 11:00 Uhr. Da hatten bereits viele ihre Runden beendet und durften sich im Trockenen über ihre Leistung freuen. Später jedoch wurde aus dem Lauf stellenweise ein kleiner Schwimmwettbewerb. Regen und kräftiger Wind forderten den verbliebenen Teilnehmern noch einmal alles ab. Nasse Kleidung und Böen sorgten für klamme Finger und kalte Gesichter.
Doch was blieb, war vor allem eines: gute Laune. Eine besondere Stimmung, getragen von gegenseitiger Motivation und echtem Sportsgeist. Und so wurden trotz aller Widrigkeiten beeindruckende Leistungen erzielt.
Über die 71 Kilometer siegten Daniel Brückner von den Endorphinjunkies in starken 6:32:41 Stunden sowie Nele Eggelsmann von FunVorRun Witten in 8:16:46 Stunden. Die 50-Kilometer-Distanz entschieden Michael Esseling von Adler-Langlauf Bottrop in 4:37:40 Stunden und Isabella Skiba in 5:07:20 Stunden für sich. Den Marathon gewannen Danny Haesters vom VfL Bergheide in 3:51:59 Stunden sowie Petra Ortwin von FunVorRun Witten in 5:03:10 Stunden.
Allen Finisherinnen und Finishern gebührt größte Anerkennung – für Ausdauer, Mut und die Bereitschaft, sich Wind und Wetter zu stellen.
Und wenn am 12. April 2026 das silberne Jubiläum mit der 25. Ausgabe des RHK-Marathons gefeiert wird, dann – da sind sich alle sicher – wird die Sonne über dem Kanal strahlen.
Veranstaltungsberichte
Impressionen

17.01.25 - 17. Lauf "Rund um den Haltener See"
Geschrieben von: Stefan Losch
Treppchenplätze für den TUSEM in Haltern
Am 17. Januar startete passenderweise die 17. Auflage des Laufs um den Haltener See. Dabei war - nomen est omen - eine Strecke von 10 Kilometern rund um den Haltener See (mit einer kleinen Extraschleife) zu absolvieren. Die flache Strecke ging zu großen Teilen über gut befestigte Waldwege. Zusammen mit perfektem Laufwetter (11°C, sonnig, kaum Wind) stand einer gelungen Veranstaltung und guten Zeiten nichts im Wege.
Wie in vielen Jahren zuvor gingen auch wieder einige Tusemer an der Start. Schnellster von ihnen war dieses mal Peter Eisermann, der nach 38:05 min. als 25. in der starken Männerkonkurrenz über das Ziel an der Stadtmühle Haltern lief und seine Altersklasse M50 gewann. Peter hat noch einiges vor in diesem Jahr (u.a. DM Halbmarathon Frankfurt) und ist gut im Training, mal schauen was noch so geht. Überglücklich war Stefan Losch, der überraschend mit 39:49 min. eine für die Umstände super Zeit laufen konnte - nur zwei Monate nach der Ablation und mit wenig Trainingskilometern und Tempo in den Beinen. Die Serie "Sub-40 auf 10" seit seinen ersten Wettkämpfen 1997 hat also immer noch Bestand. Dritter im Bunde war Markus Uhlendahl, der 47:14 Minuten benötigte (13. M55, 139. Männer gesamt). Damit landeten die drei in der auch ausgeschriebenen Mannschaftwertung auf Platz 8.
Unsere Damenmannschaft um Cathrin Uhlendahl, die in 53:10 min. auf Platz 3 in ihrer Altersklasse W55 lief (69. Frau gesamt), wurde komplettiert durch "Leihgabe" Vanessa Faber, die ihren erst zweiten 10er mit Reserven in 46:41 min. (4. W45, letztes Jahr hätte es zum Sieg gereicht) finishte, sowie Adriana Somolinos Reino mit 57:30 min. (4.W50). In der Mannschaftswertung sprang bei den Damen Rang 4 heraus - nächstes Jahr wird angegriffen ;-)
Der Veranstalter Spiridon Haltern freute sich nicht nur über das Wetter, sondern auch über 3 Rekorde: Ein Finisherrekord (633 TN) und zwei Streckenrekorde (Männer 31:46, Frauen 35:23 Minuten). Der neue Laufboom hält an.
Weitere Infos: https://www.spiridon-haltern.de/seelauf

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