24.-26.08.18 - Vereinsfahrt zum 21. Maare-Mosel-Lauf
Geschrieben von: Stefan Losch
Die diesjährige, traditionelle Vereinsfahrt der Langstreckler des TUSEM Essen führte die "Roten" in die Eifel nach Gillenfeld zum 21. Maare-Mosel-Lauf. Unsere Unterkunft, das "Landhotel Gillenfelder Hof" im Zentrum von Gillenfeld, lag nur 200m vom Ziel entfernt - perfekt!
Der Lauf existiert bereits seit Ende des letzten Jahrhunderts und wurde zur Eröffnung des neuen Maare-Mosel-Radwegs ins Leben gerufen, der auf der Trasse der 1988 stillgelegten Bahnstrecke von Daun nach Wittlich verläuft. Anfangs noch ein Lauf mit knapp 100 Teilnehmern und nur auf der neuen Bahntrasse, kamen in den Folgejahren weitere Distanzen und Disziplinen hinzu. Besonderheit ist, dass es sich bei allen Strecken um Punkt-zu-Punkt-Strecken handelt mit gemeinsamem Ziel in Gillenfeld. Um möglichst der Sommerhitze etwas zu entgehen, starten alle Läufe erst am späten Samstagnachmittag zwischen 16.45 und 18.00 Uhr. Doch nach dem Jahrhundertsommer der letzten Wochen erwarteten die Teilnehmer fast ideale Laufbedingungen: 14°C und meist ein leichter Rückenwind. Nur die Halbmarathonis, die länger als 1:35 Stunden unterwegs waren, bekamen am Ende einen kleinen Schauer ab, wurden dafür aber mit einem Regenbogen über Gillenfeld entschädigt.
Los ging es also um 16.45 Uhr mit den Schülerläufen über 800m. Hier erzielte unsere Jüngste, Hanna Scheele, den 11. Platz in der W9 (Platz 35 W gesamt) mit einer Zeit von 3:16 Minuten. Weiter ging es mit dem Angebot für Einsteiger, dem "GesundLand"-Lauf ohne Zeitnahme. Auf 7 Kilometern mit Pausen, in denen Schlammbäder, Gesundheitschecks, Massagen und auch ein Gläschen Sekt auf die Teilnehmer warteten, konnte entspannt die Landschaft genossen werden. 128 Teilnehmer insgesamt waren dabei, darunter Jutta Scheele sowie Markus Uhlendahl und Frank Weigang, die beide noch nicht wieder (oder wieder nicht dank eines unsensiblen Bremsfußes) fit waren, aber auf ihre Kosten kamen. Rosi Kuhnen wollte eigentlich walken, landete aber im falschen Transferbus.
Um 17.45 Uhr fiel im Ortskern von Schalkenmehren der Startschuss für den 7km- und 10km-Lauf. Interessanterweise erfolgte der Start in entgegengesetzte Richtungen, was zu einiger Verwirrung an der Startlinie führte. Einzige Teilnehmerin über beim Jedermannlauf, der auf ziemlich direktem Weg zum Ziel in Gillenfeld führte, war Birgit Stolle, die nach exakt 36 Minuten als 1. W55 (7. Frau gesamt) die Ziellinie in an der Schule am Pulvermaar in Gillenfeld überquerte. Die Strecke der 10km-Läufer führte anfangs zusätzlich um das Schalkenmehrener Maar. Von 268 Startern kamen alle ins Ziel. Schnellster Tusemer war hier Stefan Vogler als 5.M45 (Platz 54 gesamt) in 46:30 Minuten. Es folgten Christel Haberland in 48:38 min. (4.W50) und Cathrin Uhlendahl mit 51:28 min. (3.W45). Fast gemeinsam kamen Wolfgang Marsching (2.M75) und Gerhard Plicht (20.M55) nach knapp über einer Stunde (1:02:24 bzw. 1:02:28) ins Ziel.
Höhepunkt der Veranstaltung war sicherlich der Halbmarathon ab Daun bis ins gemeinsame Ziel nach Gillenfeld, bei dem (laut Ausschreibung) 21,2 abwechslungsreiche Kilometer abgespult werden mussten, vorwiegend auf dem Maare-Mosel-Radweg, aber auch mit Abstechern zum Schalkenmehrener Maar und in das Naturschutzgebiet Mürmes. Mit 293 Finishern war der Halbe sowohl quantitativ als auch qualitativ (2 Zeiten unter 1:14 Stunden) am besten besetzt.
Erster Tusemer war auf Platz 7 im Gesamteinlauf nach 1:23:18 Stunden Stefan Losch (1.M50), dicht gefolgt von Pascal Hoppenberg (2.M30) in 1:23:31 Stunden. Beide hatten fast die komplette Strecke gemeinsam absolviert. Für Pascal waren die 1:23:31 zudem persönliche Bestzeit über die HM-Distanz - beachtlich für die zwar nicht harte, aber doch anspruchsvolle Strecke. Die nächste Gruppe Tusemer, die sich leider nach Kilometer 6 aufgrund manchmal fehlender klarer Streckenbeschilderung kurz verlaufen hatten, führte Olaf Weger, der es mit seiner Zeit von 1:29:41 zu Stefan aufs Treppchen schaffte (2.M50, 22. gesamt) vor Michael Scheele in 1:33:20 (7.M40, 31. gesamt) und Ralph Michalka in 1:33:29 (4.M45, 32. gesamt).
Claudia Mordas wurde leider kurz vor dem Ziel von einer halb so alten Konkurrentin, die keine Extrameter gelaufen war, von Platz 3 verdrängt. Mit 1:33:55 gewann sie aber ihre Altersklasse W50 klar. Es folgte in Schlagweite Martin Kels, der sich bei dem unverschuldeten Umweg auch noch leicht den Knöchel lädierte, mit 1:34:28 Stunden (4.M35, 35. gesamt). Dann vergingen wieder ein paar Minuten, bevor Holger Peek (9.M40, 65. gesamt) und Silvia Michalka als 5. Frau (2.W50) nach 1:40:05 (PB!) bzw. 1:40:07 Stunden die Ziellinie überquerten. Last not least erreichte Hanno Baehr, noch im Mittelfeld, nach 1:50:30 Stunden das Ziel (22.M50, 139. gesamt). Gelungenes Finish auch in der Endabrechnung: In der nicht nach Geschlecht getrennten Teamwertung landete der TUSEM ganz vorne!
Am Sonntag ging es dann zum Sightseeing nach Cochem. Blickfang war schon von weitem die Reichsburg Cochem, die majestätisch auf dem 100m hohen Burgberg mitten in der Stadt thront. Sie wurde um 1000 erbaut, 1689 zerstört und von 1874 bis 1877 wiedererrichtet. Sie ist sicherlich nicht nur die wichtigste und attraktivste Sehenswürdigkeit der Stadt Cochem, sondern der gesamten Gegend. Passenderweise fand an diesem Wochenende das Heimat- und Weinfest statt - mit vielen Musikkapellen, Showbands und großem Festumzug, Weinkönigin inklusive. Nach maßvollem Genuss von Federweißem, Wein und anderen Köstlichkeiten ging es dann um 15 Uhr auf die Heimreise. Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle noch einmal an Michael Scheele für die reibungslose Organisation dieser schönen Vereinsfahrt. Auf ein Neues im nächsten Jahr!
Weitere Infos: Veranstalterhomepage | Bericht auf Laufreport.de | Fotostrecke auf Volksfreund.de

Das war der 31. TUSEM Blumensaat-Lauf
Geschrieben von: Stefan Losch

Der Blumensaat-Lauf wurde auch in diesem Jahr als Bestzeitenstrecke mehr als gerecht. Um es vorweg zu nehmen: 102 und damit 25% aller Teilnehmer*innen blieben beim 10-Kilometer-Lauf unter der 40-Minuten-Marke, ein wirklich tolles Ergebnis.
In diesem Jahr erwarteten die Teilnehmer kühle Temperaturen knapp über dem Gerfrierpunkt, aber pünktlich zum Start kam die Sonne hervor und der leichte Schneeregen hatte auch ein Ende. Gerne hätten es mehr Teilnehmer*innen werden können, aber vielleicht schreckte auch die Wetterprognose von einem Start ab. Den guten Resultaten sollte dies aber nicht schaden, nur ein leichter, kalter Gegenwind auf dem Rückweg vom Wendepunkt machte einigen Teilnehmern etwas zu schaffen.
Um 12:30 Uhr fiel der Startschuss über 10 Kilometer. Spannend war der Kampf an der Spitze. Bei den Männern setze sich Dustin Karsch vom Osnabrücker TB knapp vor David Valentin (LT Haspa Marathon Hamburg) in 31:03 Minuten mit 3 Sekunden Vorsprung durch. Die Entscheidung fiel dabei erst auf den letzten Metern. Noch 3 weitere Läufer blieben unter 32 Minuten, darunter auch der Drittplatzierte Tim Wagner (Bunert Wuppertal) in 31:22 Minuten.
Bei den Damen setzte sich letztlich Lokalmatadorin Anika Börner (Ayyo Team Essen) in 36:20 Minuten vor der extra aus Ulm angereisten und schon in der W40 startetenden Verena Cerna (SV Tomerdingen, 36:33 Minuten) durch. Dritte wurde Emmanuelle Gerbeaux (Hannover 96) in 36:47 Minuten.
Hervorzuheben ist der Altersklassenweltrekord in der M85 durch Klemens Wittig (LC Rapid Dortmund), der die Weltbestzeit in dieser AK um 2:20 Minuten auf 50:33 Minuten drückte (siehe hier). Klemens kam in der Vergangenheit schön öfters mit Rekorden aus Essen zurück. Wir gratulieren!
Der Halbmarathon war in diesem Jahr zwar nicht so zahlreich, in der Spitze aber ebenfalls gut besetzt. Überlegener Sieger wurde der Zweitplatzierte des Baldeneysee-Marathons, Üzeyir Söylemez (HAN Group GmbH) in 1:07:38 Stunden. Es folgten zwei Läufer aus Münster, Manuel Kruse von der Running Crew Münster in 1:10:08 Stunden vor Alexander Schill (LSF Münster) in glatten 1:11 Stunden.
Bei den Damen ging der Sieg an eine Brasilianerin. Nubia De Oliveira Silva (ohne Verein) war schon nach 1:19:21 Stunden im Ziel. Aber auch die Ergebnisse der Vereinskameradinnen von der Running Crew Münster, Katja Tegler und Anika Fels, waren ausgezeichnet: Sie belegten Platz 2 und 3 in 1:21:01 bzw. 1:23:31 Stunden.
Wir hoffen, dass trotz der fehlenden Nutzung der Sporthalle Kupferdreh und der damit verbunden Umstände alle Teilnehmer*innen zufrieden waren. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Teilnehmenden, Helfern und den Sponsoren für die Unterstützung. Wir sehen uns hoffentlich spätestens im nächsten Jahr am 18. November 2023 wieder, dann wieder mit der Sporthalle Kupferdreh als Dreh- und Angelpunkt! Bleibt gesund und kommt gut durch die nächsten Monate.
Berichte und Fotos:
https://www.laufreport.de/bericht/1122/essen-blumensaatlauf.htm
12.06.24 - 14. Essener Firmenlauf
Geschrieben von: Stefan Losch
Der 14. Essener Firmenlauf hatte den Corona-Knick gut überwunden und konnte bei seiner 14. Auflage mit einem Melderekord von ca. 13.500 Läuferinnen und Läufern aufwarten. Gestartet wurde in 3 Wellen mit 30 Minuten Abstand, die erste Welle ging ohne große Verzögerung um 18:45 auf die knapp 5 Kilometer lange Strecke vom Start an der Philharmonie bis zum Ziel auf der Tummelwiese in der Gruga.
Mit dabei waren für ihre Teams unsere Damen Barbara Jedras, Silke Niehues und Felicitas Vielhaber. Schnellste von ihnen war Silke in 20:04 Minuten, womit sie sich Platz 23 in der Frauenkonkurrenz erkämpfte. Danach folgte die in Welle 2 gestartete Felicitas in 20:21 Minuten (Platz 25) und auch Barbara war mit 21:44 Minuten noch flott unterwegs (Platz 62). Insgesamt 4376 Läuferinnen kamen ins ZIel. Bei den Männern mit von der Partie waren Martin Kels mit einer Zeit von 23:02 Minuten (Platz 1081) und Michael Scheele, der in Feuerwehrkluft die Strecke in 30:09 Minuten absolvierte (Platz 4591).
Weitere Infos: https://www.essener-firmenlauf.de/
07.04.25 - 44. Berliner Halbmarathon mit Superhalfs
Geschrieben von: Markus Uhlendahl
Die innerhalb Europas stattfindende Superhalfs Serie bestand ursprünglich aus fünf Läufen in den Städten Kopenhagen, Cardiff, Lissabon, Prag und Valencia. Die fünf Läufe waren innerhalb von 3 Jahren zu absolvieren. Ende 2023 wurde dann die Serie um Berlin auf dann sechs Läufe erweitert. Diese sechs Läufe waren dann innerhalb von fünf Jahren zu absolvieren. Da die Serie inzwischen so beliebt ist, dass die sechs Läufe innerhalb von Minuten ausverkauft sind, wurde deswegen die Fünfjahresfrist abgeschafft. Weiterhin kann man sich zu den Läufen aufgrund des übermäßigen Andrangs inzwischen auch nur noch per Losverfahren anmelden oder die teure Option Buchung über einen Reiseveranstalter ziehen. Bleibt zu hoffen, dass es den Veranstaltern gelingt, ihre Kapazitäten noch weiter steigern zu können.
Die Serie erfolgreich abgeschlossen haben am Wochenende die drei TUSEMer Silke Niehues, Cathrin und Markus Uhlendahl. In Berlin konnten sie nach dem Lauf die gewaltige Superhalfs-Medaille in Empfang nehmen. Die Drei verbrachten ab Cardiff 2022 gemeinsam jeweils ein schönes Wochenende in den attraktiven Austragungsorten. Silke war ursprünglich in Kopenhagen und Valencia schon vor 2022 gestartet, jedoch wurden diese Läufe aufgrund der Covid-19 Situation nicht für die Superhalfs Serie gewertet, sodass Silke die Läufe in Kopenhagen 2023 und in Valencia 2024 wiederholen musste.
Auch einige Rekorde gab es zu vermelden. 2024 in Valencia wurde der Weltrekord bei den Herren in Valencia gebrochen, 2025 in Berlin ein neuer deutscher Rekord bei den Herren. Parallel hat Cathrin die beiden Läufe in Valencia und Berlin jeweils mit persönlicher Bestzeit abgeschlossen. Ansonsten standen schnelle Zeiten nicht im Vordergrund für die TUSEMer, zumal der eine oder andere Lauf aufgrund von Krankheiten und Verletzungen im Vorfeld dies auch nicht erlaubt hätte.
Anbei die erzielten Ergebnisse im Überblick:
| Lauf | Silke Niehues | Cathrin Uhlendahl | Markus Uhlendahl |
| Kopenhagen 2022 & 2023 | 1:36:34 | 2:01:02 | 1:45:24 |
| Cardiff 2022 | 2:10:04 | 1:59:54 | 1:39:03 |
| Lissabon 2023 | 1:53:31 | 2:00:10 | 1:49:26 |
| Prag 2024 | 1:47:55 | 2:16:17 | 1:53:59 |
| Valencia 2024 | 1:33:04 | 1:55:57 | 1:40:14 |
| Berlin 2025 | 1:34:34 | 1:55:55 | 1:46:07 |

200m-Markierungen am Baldeneysee
Service für Läufer!

Auf Initiative von Alexander Ockl (TUSEM Essen) wurden am Südufer des Baldeneysees zwischen Haus Scheppen und dem Stauwehr auf 3 Kilometern Länge deutlich sichtbare 200m-Markierungen (siehe Foto) aufgebracht, ideal für Tempotraining jeglicher Art. Eine Alternative für alle, denen der Weg nach Stoppenberg ins LA-Stadion zu weit ist! Wir danken ganz herzlich der Stadt Essen für ihre Kooperationsbereitschaft!
Anmerkung: Es gab Diskussionen über die Genauigkeit der Markierungen. Unser Meinung nach ist die Genauigkeit ausreichend. Nachweise per (konstanter) Laufzeit und per GPS im Rahmen der üblichen Toleranzen lassen bisher nichts Gegenteiliges erkennen. Einziges "Gimmik": der Kilometer 2 ist 2,01km lang in Anlehnung an RUHR.2010 und auch so gekennzeichnet.
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