TUSEM Essen - Leichtathletik

05.08.15 - 4.Pfungstädter Abendsportfest

Geschrieben von: Alex Ockl / Stefan Losch

Alexander Ockl und Peter Eisermann, beide derzeit beruflich im Raum Frankfurt unterwegs, nutzten am Mittwochabend im südlich von Frankfurt gelegenen Pfungstadt das hiesige Abendsportfest zu einer Standortbestimmung. Selten hatte Alex so viele Leute auf der Bahn gesehen (572 gemeldete Teilnehmer). Es wurden mehrere Läufe über 800m, 1500m und 5000m ausgetragen! Das Niveau war dementsprechend hoch.

Bei sommerlichen Temperaturen starteten beide über 1500m. Peter hatte gut ins Training zurückgefunden (er war erst wieder 3 Wochen dabei) und war mit seinen 4:51 Minuten dementsprechend sehr zufrieden. Alex ging sein Rennen leider etwas zu vorsichtig an, so dass viele Überholvergänge anstanden, die ihm am Ende die 1,3 Sekunden kosteten, welche zur Qualizeit in der M40 von 4:35 für die Deutschen Seniorenmeisterschaften fehlten. Den Lauf selbst konnte er aber für sich entscheiden!

Weitere Infos: Veranstalter

 

25.07.15 - 35. Nürburgring-Lauf

Geschrieben von: Martin Engel

Zum 35. Mal wurde am Wochenende der Nürburgring-Lauf gestartet, der im Augenblick deutlich regelmäßiger stattfindet als Formel 1-Rennen auf dem Eifelkurs, der berüchtigten "Grünen Hölle".

Die auch zu Fuß respekteinflößende Strecke des 24,4-km-Hauptlaufs führt über einen Teil der Grand-Prix-Strecke (der Formel 1-Kurs) und die gesamte Nordschleife, Schauplatz des berühmten 24-Stunden-Rennens. Während die vielen Dutzend Kurven für die Läufer weniger ein Problem darstellen, kommen Autos natürlich deutlich besser mit den ca. 500 Höhenmetern der Runde zurecht. Mit diesen Eckdaten ist der Lauf etwas für (dieses Jahr ca. 1.100) Enthusiasten, die eher darauf aus sind, sich selbst zu besiegen als eine Bestzeit wie im Flachland zu erzielen. Oder aber die einfach nur die grandiose Landschaft genießen wollen.

Gefragt ist bei dem speziellen und durch keine Trainingsstrecke zu simulierenden Profil zuallererst die Renneinteilung. Gedanklich kann man die Strecke in vier Abschnitte aufteilen. Die ersten 4 Kilometer sind zum Eingewöhnen mit (nur) einem langen Gefälle und einem mäßig steilen Anstieg, dann Einbiegen auf die Nordschleife, wo der zweite Teil beginnt: 8 km und 300 Höhenmeter teils sehr steil bergab, nur unterbrochen von kurzen giftigen Rampen bergauf.

Im dritten Teil zahlt man mit nur 4,5 km Anstieg bis auf die ursprüngliche Höhe den Preis für die Entspannung bis hierher. In diesen Kilometern zeigt sich, wie die Form am Berg ist, es schlängelt sich von Kurve zu Kurve noch etwas steiler hoch bis zur "hohen Acht", wo wohl der begehrteste Verpflegungspunkt der Strecke ist. Leider auch ein beliebter Punkt für (Katastrophen-)Fotografie, man kommt dort schon arg gemartert an.

Ca. 16 km sind geschafft, wenn der vierte Teil beginnt: 8 km Achterbahnlauf mit vielen kleinen und großen Gefällen und Anstiegen. Die letzten 3,5 km gehen - fast - nur geradeaus, mit der kleinen Gemeinheit, daß diese Gerade noch einmal 80 Höhenmeter hat, inklusive der letzten Bergaufschikane und der leicht ansteigenden Zielgerade.

Auch Martin stellte sich bei widrigen Wetterbedingungen mit Wind in Böen um die 60-80 km und sehr dunklen Wolken (ja, so ist sie, die Eifel) der Herausforderung. Trotz des hochsommerlichen Termins waren die Temperaturen mit 11-14° geradezu ideal und der Wind spielte nur an den ungeschützten Stellen eine Rolle. Leider mußte das Rennen nach einem heftigen Schauer und tiefen Pfützen schon mit nassen Füßen vom Einlaufen begonnen werden. Aber wie war das oben mit "selbst besiegen" und Enthusiasten noch gleich?

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